Microsoft verkauft Xbox One X ohne Gewinn

Die jüngst auf der E3 präsentierte Xbox One X soll die stärkste Konsole der drei großen Hersteller sein. Mit 499 US-Dollar ist sie aber auch deutlich teurer als die PS4 oder die Nintendo Switch. Dementsprechend fährt Microsoft mit dem Verkauf der Hardware auch keinen Gewinn ein.

Letzte Woche wurde von Microsoft das „Projekt Scorpio“ enthüllt. Es handelt sich dabei um die Xbox One X, welche zum Launch für 499 US-Dollar erhältlich sein wird. Im Preis enthalten ist eine Rechenleistung von 6 TFlops. Diese reichen aus, um Spiele nativ in 4k und 60 FPS ausgeben zu können. Phil Spencer, Leiter von Microsofts Sparte für Unterhaltungselektronik, antwortete auf die Frage, ob Microsoft mit der Xbox One X Gewinn erziele, mit einem kühlen „Nein“.

Tatsächlich ist dies aber keine unübliche Marketingstrategie. In der Vergangenheit wurden Spielekonsolen oftmals ohne Gewinnspanne vermarktet, teilweise zahlten die Hersteller sogar drauf. Es geht hierbei in erster Linie darum, dass möglichst viele Kunden die eigene Plattform nutzen. Der Gewinn wird dann durch kostenpflichtige Online-Features (Xbox Live, PS Plus, etc.), die Spiele und nicht zuletzt durch DLC-Verkäufe erzielt.

Der Verkaufspreis der Xbox One X mag für den Endverbraucher verglichen mit Konkurrenzprodukten hoch erscheinen, doch die Xbox One X bietet einen  leistungsfähigen Achtkern-Prozessor aus der Jaguar-Familie von AMD und taktet mit 2,3 GHz. Für Bilder sorgt der 6 TFlops starke Grafikprozessor mit Polaris-Architektur, ebenfalls von AMD. Die Komponenten haben Zugriff auf systemweite 12 GB GDDR5 Grafikspeicher und 1TB Festplattenspeicher. 4K Blu-Rays und Intel Atmos werden ebenfalls unterstützt.

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